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- Kategorie: Die Stadt
- Veröffentlicht am Montag, 28. Mai 2012 19:19
- Geschrieben von Wolf
Zirkus, Zirkus, welch ein Spaß!
Charles Knie begeisterte die Husumer
AtemberaubendGestern Abend war es soweit: Die Tore zu dem fröhlich rot-weiß gestreiften vierspitzigen Zelt des Zirkus Charles Knie auf der Husumer Freiheit öffneten sich dem Publikum, das schnell fast alle Plätze auf den Rängen und zwei Drittel der Logenplätze füllte. Alle waren gekommen, Groß und Klein, Alt und Jung.
Und jeder konnte begeistert werden. Ich glaube, wir haben bei einer Zirkusvorführung noch nie so viel gelacht, und das gar nicht mal über den Clown. Nein, besonders witzig war der italienische Bauchredner, der deutsch moderierte und die "Puppen", die er aus dem Publikum requirierte, Kauderwelsch reden ließ. Man kann es gar nicht beschreiben.
Allein mit welcher Treffsicherheit er drei völlig verschiedene Typen auswählte, zwei Männer und eine junge Frau, denen erst Mal witzige Kopfbedeckungen verpasst wurden. Sie durften dann per Handdruck den Mund öffnen und schließen. Auf das, was dann kam, hatten sie keinen Einfluss mehr, es wurde ihnen förmlich in den Mund gelegt. Bis hin zu einem satten Rülpser aus zartem Damenmund. Trotzdem war es so gemacht, dass es den drei Probanden nicht peinlich sein musste.
ElefantenballettBesonders typisch für den Zirkus Charles Knie sind aber wohl die Tierakrobaten. Abgesehen von mehreren schönen Darbietungen der Elefantendamen von Elvis Errani, die in diesem Jahr als Gastartisten engagiert wurden, zeigte der aus Polen stammende Marek Jama viele verschiedene Tiere des Zirkus Knie mit besonderen Kunststücken. Pferdenummern mit wunderschönen schwarzen Friesenhengsten, Lamas, die zur Musik des flott spielenden Life-Orchesters in sich neu formierenden Gruppen liefen und sprangen. Lama Peter als Solonummer. Dafür sprang er auch am höchsten! Alle Nummern verrieten immer wieder das liebevolle Verhältnis des jungen Trainers zu seinen Zöglingen, die nie gedrängt oder hart angefahren wurden und mit Geduld und Sensibilität gesteuert wurden.
Noch nie gesehen: Kängurus, die über Stangen sprangen!
Verschiedene Rinder, die auf Rundpodeste stiegen, Nandus und eine Dressurreiterdarbietung mit Cancantänzerinnen, Mitgliedern des attraktiven fünfköpfigen Zirkusballetts.
Aber es wäre ungerecht, die anderen nicht zu erwähnen, die Jongleure, die Turner und Trapezkünstler, die faszinierende Hula-Hopp Künstlerin, die Verbindung von Tango und luftiger Akrobatik... Und, und, und.
Besonderer Erwähnung bedarf die faszinierende Logistik, die den rasant schnellen Umbau der Szenen, begleitet von Lichteffekten und Trockeneisnebel ermöglichte. Die Zeit verging wie im Flug. Langeweile gab es nicht und auch die Kleinsten wurden immer wieder angesprochen.
Andrea Claussen
Fotostrecke © Wolfgang Claussen











