Heedewecken - Heißewecken

Heedewecken

Zusammengerührt von Karl-Heinz Böttcher

För twintich Stück bruukst du

600g Mehl
30g Gäss (Hefe)
100 gr. Bodder
70g. Zucker
450ml Melk (för de Gäss)
1 Teelöpel Kardamom und Zimt, half un half
Een Priis Salt.
120gr. Korinthen

Bodder un Zucker schlank röhrn, Mehl rin, Kardamom op verdehlen und ok dat Salt, in'ne meern een Kuhl moken, dor kümmt de Melk mit de Gäss rin. Nu fein umröhrn und denn op de Disch dormit. Nu de Korinthen rinkneeden. Nu richti dörchkneeden, so'n viertel Stünn.

Wedder in'ne Schüddel rin und warmstelln.

So een Stünn töben, bet he schön gaahn is.

Denn Kugel drein, so groot as Mandarinen, op dat Backblick haun und ganz platt moken.
Backomb op 170° und Umluft stelln, so nu so 15 Min. backen.
De hitten Heedewecken mit Bodder instriiken, so 2x, 3x bet se glänzen. 


Bei Wikipedia ist nachzulesen:

Heißwecken sind in Norddeutschland und Westfalen schon seit dem Mittelalter bekannt. Ursprünglich als Brötchen, mit warmer Milch und geschmolzener Butter übergossen.

In einem Wörterbuch für Schleswig-Holstein steht 1928 folgende Beschreibung: „Die Heißwecken werden nach einem von den Bäckern meist geheim gehaltenen Rezept als runde Kuchen von etwa 10–15 cm Durchmesser hergestellt. Die Hauptbestandteile sind Weizenmehl, Butter und Zucker; diesem Gemenge werden dann verschiedene Gewürze (Kaneel, Kardamom, Korinthen) zugesetzt (...) Mit Butter bestrichen oder mit Zucker, Kaneel und Butter gefüllt und in Milch oder Eiermilch aufgeweicht, wurden sie oft zu jeder Tagesmahlzeit in der ersten Hälfte der ‚Fastenwoche' gegessen"

Im Idioticon Hamburgense werden Heetwegge 1755 beschrieben: „Heisse Wecken: warm weiß Brodt, welches mit geschmolzener Butter oder aufgekochter Milch, durchgeknetet, und damit, nach alter unartiger Gewohnheit, in der ersten Fasten-Woche der Magen angefüllet wird. Womit nehmlich der alte Aberglaube die Enthaltung vom Fleischessen desto heiliger zu ersetzen gewusst."

Ähnliche Wecken finden sich auch in Schweden und England.

Wolfgang Claussen

Dorle Obländer

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