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Nocebo-Effekt: Medienberichte können Krankheitssymptome auslösen

Erwartung einer Schädigung kann zu Symptomen führen / Medien sollten verantwortungsvoll mit Warnungen vor Gesundheitsrisiken umgehen

Kopfsilhouette mit gelben BlitzenSchmerzen, auch ohne AnlassMedienberichte über vermeintlich gesundheitsgefährdende Substanzen können dazu führen, dass empfindliche Menschen Krankheitssymptome entwickeln, obwohl es objektiv keinen Anlass dafür gibt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die sich mit dem Phänomen der elektromagnetischen Hypersensitivität befasst hat. Bei dieser Symptomatik reagieren die Betroffenen nach eigenen Angaben auf elektromagnetische Wellen wie Handy-Strahlung mit Beschwerden. Sie zeigen körperliche Reaktionen. Mithilfe der Kernspintomographie ist zu sehen, dass schmerzverarbeitende Hirnregionen aktiviert sind. "Es spricht allerdings vieles dafür, dass es sich bei der elektromagnetischen Hypersensitivität um einen sog. Nocebo-Effekt handelt", erklärt Dr. Michael Witthöft von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU).

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FlaschenFoto © NDR

Giftiges Benzol in Erfrischungsgetränken

Markt im Dritten berichtete

Erfrischungsgetränke namhafter Marken enthalten den giftigen Stoff Benzol. Das haben Untersuchungen im Auftrag des Verbraucher- und Wirtschaftsmagazins "Markt" im NDR Fernsehen ergeben. Benzol kann nachweislich Krebs auslösen. Wissenschaftler und Verbraucherschützer sind alarmiert.

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Die Produktion von Fertiggerichten ist überhaupt nicht transparent

WDR-Vorkoster Björn Freitag

Blick in die FernsehkücheWDR-Vorkoster Björn Freitag © WDR/solisTV Pferdefleisch in unserem Essen, Antibiotika und sonstige ungewollte Zugaben – die Liste der Lebensmittelskandale ist lang. Aktuell sind 50.000 Tonnen Rindfleisch von der niederländischen Lebensmittelüberwachung zurückgerufen worden. Trotzdem halten es Lebensmittelkonzerne nicht für nötig, die Herkunft ihrer Produkte auf der Verpackung zu deklarieren. Und keine der von Björn Freitag angefragten Hersteller von Fertigprodukten wollte ihn in ihre Produktionsbetriebe lassen.

„Die Produktion von Fertiggerichten ist überhaupt nicht transparent“, so WDR-Vorkoster Björn Freitag. „Der Verbraucher hat nicht die Chance, herauszufinden, wo die Zutaten herkommen und welche Qualität sie haben.“

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"Die Tricks der Abnehmindustrie"

Schlankheitsmittel - tödliches Risiko aus dem Internet

PaprikaGesunde Ernährung ist die bessere AlternativeManche Schlankheitsmittel aus dem Internet enthalten einen in Deutschland verbotenen Arzneistoff, der im schlimmsten Falle zum Tode führen kann, wie Untersuchungen in den USA und Italien in der Vergangenheit belegten. Dies haben Recherchen für die Sendung "Die Tricks der Abnehmindustrie - Markt-Reporter decken auf" (Montag, 29. April, 21.00 Uhr, NDR Fernsehen) ergeben. Die stichprobenartig von NDR Reportern in verschiedenen Internet-Shops eingekauften Präparate versprechen eine rasche und drastische Reduktion des Körpergewichts. Sie werben außerdem damit, rein pflanzlich zusammengesetzt zu sein.

Bei dem hierzulande nicht mehr zugelassen Wirkstoff handelt es sich um Sibutramin. Die Substanz wurde in der Vergangenheit als Appetitzügler in Medikamenten gegen starkes Übergewicht eingesetzt. Wegen ihrer gravierenden Nebenwirkungen sind solche Arzneimittel inzwischen nicht mehr auf dem Markt. Der Wirkstoff kann unter anderem Herz- und Kreislaufbeschwerden auslösen.

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Zum Krüppel operiert

Die Story im Ersten: Vorsicht Operation

OperationZu häufig und unnütz operiert? © Franck Boston - Fotolia.comIn keinem Land der Welt werden so viele künstliche Knie- und Hüftgelenke eingesetzt und so viele Herzkranzgefäße aufgedehnt wie in Deutschland. Rückenoperationen werden hierzulande drei mal so häufig durchgeführt wie in England und doppelt so häufig wie in Frankreich. Rund 15 Millionen stationäre Eingriffe haben die Deutschen letztes Jahr hinter sich gebracht. Das tut weh. Den Patienten, aber auch den Krankenkassen, deren Ausgaben für Operationen jedes Jahr einen neuen Rekordwert erreichen. Dabei sind viele Eingriffe nicht nur teuer, sondern auch unnötig - und manche sogar schädlich.

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Übergewicht durch Antibiotika

Der Darm spielt eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit

Kleinkind mit StethoskopOhne Antibiotika - weniger ÜbergewichtAus der Massentierhaltung wissen wir, über einen längeren Zeitraum gegebene, kleine Antibiotikagaben bringen bei den Nutztieren mehr Gewicht auf die Waage. Der Mechanismus dahinter war lange unbekannt. Jetzt berichtet die Zeitschrift Nature, dass Forscher der New York University School of Medicine im Tierversuch an Mäusen herausgefunden haben: Durch die Gabe von Antibiotika über einen mehrwöchigen Zeitraum, verändert sich deren Stoffwechsel, die Bakterien der Darmflora setzten sich anders zusammen und die Mäuse setzten mehr Fett an.

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NDR Info: MRSA-Keime in mehr als jedem zweiten Schweinestall nachgewiesen

Antibiotikaresistente Keime kommen in konventionellen Tierhaltungsbetrieben deutlich häufiger vor als in ökologisch bewirtschafteten Ställen. Das ist das Ergebnis von zwei Langzeit-Studien der FU Berlin und der Tierärztlichen Hochschule Hannover im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV).

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Deutlicher Anstieg von MRSA-Fällen in Schleswig-Holstein

Bild Staphylococcus aureusBild: Wikipedia400% Zunahme in den letzten sechs Jahren

Das multiresistente Bakterium MRSA (Methicilin-resistent Staphylococcus aureus) breitet sich in Schleswig-Holstein immer weiter aus. Nach Informationen des NDR Schleswig-Holstein Magazins ist die Zahl der in den Krankenhäusern zu behandelnden Fälle in den vergangenen sechs Jahren um mehr als 400 Prozent angestiegen.

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Landarztpraxen nicht besetzt

In Nordfriesland warten acht Hausarztpraxen auf eine Nachfolge

Portraitfoto Marion SellierMaron SellierWie im Ärzteblatt zu lesen war (Februar 2012), erhöht sich die Zahl der ausgeschriebenen Hausarztsitze ständig. Zur Zeit warten in Nordfriesland acht Hausarztpraxen auf eine Nachfolge. Zum Vergleich: Im Kreis Steinburg sind zwölf Hausarztsitze nicht besetzt und im Kreis Dithmarschen zehn. „Wir wissen, dass in den kommenden Jahren landesweit 900 Hausärzte in den Ruhestand gehen werden“, sagt die Landtagsabgeordnete Marion Sellier (SPD) und sieht hier eine der größten Herausforderungen für die Politik in den nächsten Jahren.

 

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Antibiotikaresistenz

Rückfall in das Mittelalter?

Ausschnitt aus Nicolas Poussins: Die Pest von Azoth. Das Original hängt im LouvreAusschnitt aus Nicolas Poussins: Die Pest von Azoth. Das Original hängt im Louvre1928 fand der schottische Forscher Alexander Flemming zufällig heraus, dass ein Schimmelpilz der Gattung Penicillinum eine keimtötende Wirkung hat. Flemming gilt als „offizieller“ Entdecker des Penicillins. Er bekam dafür 1945 den Nobelpreis.

Schon dreißig Jahre zuvor hatte der französische Militärarzt Ernest Duchesne entdeckt, dass bestimmte Schimmelpilze über Bakterien abtötende Eigenschaften verfügen. Er hatte beobachtet, dass Stallknechte ihre Sättel in dunklen, feuchten Räumen lagerten, um das Wachstum von Schimmelpilzen anzuregen. Wunden, die durch das Scheuern auf dem Sattel entstünden, heilten schneller ab. Duchesne gilt heute als der eigentliche Entdecker des Penicillins.

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Die Milch macht’s

Was sie genau macht, ist allerdings die Frage.

Gesunde Milch? .................. © highspeedfotosDE - Fotolia.com„Milch macht müde Männer munter!“, diesen Spruch habe ich lange nicht mehr gehört. Inzwischen versucht man uns zu erklären: Ohne Milch werden wir krank! Die Werbeindustrie hat sich viele Sprüche einfallen lassen, um uns weiszumachen, Milch sei gesund und wichtig bei unserer Ernährung. Osteoporose drohe, eine Erkrankung, bei der die Knochendichte abnimmt und die Knochen leichter brechen. Millionen Menschen ereilt diese Krankheit. Insbesondere in der westlichen Welt verursacht die Erkrankung Milliardenkosten. Studien kommen auf den Tisch, Wissenschaftler erklären uns die Welt. Der gesunde Menschenverstand geht den Bach runter, durch Gehirnwäsche völlig verschleimt.

Beleuchten wir also mal die Hintergründe. Säugetiere ziehen ihre Jungen mit Milch auf. Nach dem „Absäugen“ wird Milch komplett vom Speisezettel gestrichen.

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Nackte Tatsachen

Reaktionsmuster wie vor über 30.000 Jahren

Was sagt unser Hirn zu diesem Bild? © Knut Wiarda - Fotolia.comRücken und Psyche - archaische Reaktions- muster beim Anblick nackter Personen. Was hat das miteinander zu tun? Auf den ersten Blick vielleicht nichts, es sei denn, beim Sexualakt schlägt die Hexe zu und schießt einem in den Rücken. Soll vorkommen.

Wir, die Krone der Schöpfung, sind ziemlich schlecht an unsere derzeitige Situation angepasst. Wir leben nicht so, wie es unserem Körper guttun würde. Wissen wir eigentlich alle. Aber hilft uns dieses Wissen?

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