Mia Lindenhann

Von Grönland bis zum Mittelmeer

So lautet der Titel der nächsten Gemeinschaftsausstellung, die im dänischen Zentrum für nordische Kunst und Cricket am Freitag, dem 15.4. 2016 um 17.00 eröffnet werden wird. Zwei Künstler und eine Künstlerin stellen gemeinsam ihre Werke aus und geben auch persönlich eine Einführung in die Ausstellung.

Mia Lindenhann mit grönländischem Vater und dänischer Mutter 1977 auf Grönland geboren und aufgewachsen ist leidenschaftliche Schlittenhundeführerin und trennte sich nur schwer von ihren Tieren, um sich nach jahrelanger autodidaktischer Beschäftigung mit Kunst einem Studium an den Akademien in Nuuk und Arhus zu widmen. Zuvor hatte sie in einer Malergruppe gearbeitet und an gemeinsamen Ausstellungen teilgenommen. So wurde sie entdeckt und zum Studium "überredet". Ihre Arbeiten sind geprägt von der grönländischen Landschaft und ihren persönlichen Gefühlen in Bezug zu ihrer Umgebung. Die beiden Künstler Rama King Nash und Carsten Nash sind verwandt.

Carsten Nash ist der Ältere, geboren 1946. Er studierte Ende der Sechzigerjahre bis 1976 an der Kopenhagener Kunstakademie bei den Professoren Egill Jacobsen und Dan Sterup-Hansen. Seine Arbeiten zeigte er u.a. auf Island, in den skandinavischen Ländern und in Japan.

Er arbeitet abstrakt, aber meist nicht ungegenständlich in einem kräftigen, farbstarken Stil. Manche seiner Werke erinnern an Max Ernst, andere sind in einer ganz eigenen Handschrift gehalten. Figuren und Tiere, oft Fische und Vögel, arrangieren sich zu humorvollen Szenen ("Meine Familie und andere Tiere") oder tauchen aus einem Farbenmeer oder -dschungel auf. Viele seiner Bilder haben eine positive Ausstrahlung.

Rama King NashRama King Nash wurde 1976 in Mexico City geboren, wuchs dort auf und besuchte die Kunstakademie in Mexico City. Außerdem studierte er in Kopenhagen und Florenz. Er folgt einerseits der mexikanischen Erzähltradition z.B. eines Diego Rivera oder einer Frida Kahlo, andererseits liebt er das Impulsive des europäischen Expressionismus. "Naive" Elemente verbinden sich mit einer Art Pointilismus. Ungewöhnliche Perspektiven von Stadtlandschaften und holzschnitthafte Landschaften mit klaren Linien und starken Farben finden sich ebenso wie von ethnischen Elementen wie Mustern geprägte Bilder.

Eine spannende Zusammenstellung erwartet die Besucher der Ausstellung auf dem Mikkelberg/ Hattstedt, die noch bis zum 12.6. zu sehen ist.

Die Öffnungszeiten sind Di.- Do. 10.00 - 13.00 Fr.- So. 13.00 - 17.00 oder nach Absprache: 04846-6604

Andrea Claussen

Foto-Kalender 2018

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