Konzert mit historischen Instrumenten in der Lambertikirche

LA PROTEZIONE DELLA MUSICA (ital. „Der Schutz der Musik!“) wurde von Jeroen Finke und befreundeten Kollegen vor 3 Jahren gegründet. Das Leipziger Ensemble beschäftigt sich mit der historisch informierten Aufführung der Musik aus Renaissance und Frühbarock.

Hierbei stehen sowohl vokale als auch instrumentale Werke im Fokus. Die ambitionierten jungen Musiker mit ihren historischen Instrumenten begeistern immer wieder mit ihrer frischen Interpretation der Musik. Neben Konzerten in u.a. Altenkirchen, Breslau, Markkleeberg, Neuzelle und Schleswig musiziert die Gruppe regelmäßig mit einer eigenen Konzertreihe im Leipziger Grassi-Museum. Die Schirmherrschaft für dieses Projekt hat Hermann Max.

Jetzt konzertiert LA PROTEZIONE DELLA MUSICA erstmals in Mildstedt. Auf dem Programm steht die Aufführung aller 14 kleinen geistlichen Konzerte von Michael Praetorius (1571-1621), die dieser 1620 unter dem Titel „Polyhymnia exercitatrix“ veröffentlichte und die das Ensemble als Komplett-Ersteinspielung jüngst aufgenommen hat. Eine Sopranistin und zwei Tenöre werden von 3 Renaissance-Blockflöten, 3 Dulzianen, 3 Violen da Gamba, Barockvioloncello, Orgel und Cembalo sowie einem Zink begleitet. Dieses Instrument dürfte seit Jahrhunderten nicht in unserem Gotteshaus erklungen sein: Wird der Zink (ital.: Cornetto) vom Ansatz her wie eine hohe Trompete geblasen, ist es rein äußerlich eher mit einem Flöteninstrument zu vergleichen. Im 16., 17. und am Anfang des 18. Jahrhunderts aber war diese Art „Holztrompete“ ein äußerst beliebtes Instrument. Virtuosen waren damals und sind heute gesucht.

Das Konzert findet am Mittwoch, 26. Juli um 19:00 Uhr in der Lambertikirche zu Mildstedt statt. Der Eintritt beträgt € 12.-- / 6.-- (für Schwerbehinderte, Studenten und Sozialhilfeempfänger), für Kinder und Jugendliche bis 18 ist der Eintritt frei.

(NfI)

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Dorle Obländer

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