Dabei sein

aanfinfo-logo-neu.jpghalligen-breit.jpghusum-breit.jpgkrokusse.jpgp-nf-mag-logo.jpgsonnenuntergang.jpgspuren.jpgstrand-breit.jpgwatt-netze.jpg
Schriftgröße:

Internationaler Tag der Menschrechte

Anspruch und Wirklichkeit

Eine warme Mahlzeit am Tag - Kinder in SüdafrikaEine warme Mahlzeit am Tag (c) child-care.infoAm 10. Dezember 1948 verlas Eleanor Roosevelt, Frau des ehemaligen amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt, vor den Vereinten Nationen (UN) in Paris die Erklärung zu den Menschenrechten. Erstmals einigten sich viele UN-Mitgliedsstatten darauf, über Grenzen und Kulturen hinweg Sklaverei, Folter und Todesstrafe zu ächten. Auf das Recht auf Leben, Bildung, Gesundheit und Arbeit, Religionsfreiheit und die Freiheit, seine Meinung zu sagen. Völkerrechtlich war die Erklärung nicht verbindlich. Sie diente aber als Mahnung, dass nicht nur Staaten Rechte besitzen, sondern alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Religion.

 Erst im Jahre 1966 wurde die Allgemeine Erklärung über die Menschenrechte mit zwei Konventionen in geltendes Recht umgesetzt: dem "Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte" (Freiheitsrechte) und dem "Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte" (Sozialrechte). Erst 1975 waren die nötigen Ratifikationen erreicht, die beiden Pakte konnten in Kraft treten. Fast alle Statten der Erde haben sie angenommen. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag und der UN-Menschenrechtsbeirat überwachen die Durchsetzung dieser Rechte. Verbrechen gegen die Menschlichkeit können bestraft werden, wenn man die Täter denn zu fassen bekommt.

Immer noch klaffen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. Zwangsehen, Zensur, Diskriminierung, Rassismus, Folter und Unterdrückung sind auf der Welt noch immer an der Tagesordnung.

Auf die Frage: "Wo beginnen die Menschenrechte?", soll Eleanor Roosevelt geantwortet haben:

"Wenn die betroffenen Bürger nicht selbst aktiv werden, um diese Rechte in ihrem persönlichen Umfeld zu schützen, werden wir vergeblich nach Fortschritten in der weiteren Welt suchen."

Daran soll uns der 10. Dezember jedes Jahr erinnern.

Wolfgang Claussen


 

Zum Nachlesen, kopiert von Amnesty International:
Dort gibt es viele Beispiele heutiger Menschrechtsverletzungen.

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Resolution 217 A (III) der Generalversammlung vom 10. Dezember 1948
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

PRÄAMBEL

Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet,

da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet worden ist, dass einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt,

da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen,

da es notwendig ist, die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen zu fördern,

da die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person und an die Gleichberechtigung von Mann und Frau erneut bekräftigt und beschlossen haben, den sozialen Fortschritt und bessere Lebensbedingungen in größerer Freiheit zu fördern,

da die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen auf die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten hinzuwirken,

da ein gemeinsames Verständnis dieser Rechte und Freiheiten von größter Wichtigkeit für die volle Erfüllung dieser Verpflichtung ist,

verkündet die Generalversammlung diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung durch die Bevölkerung der Mitgliedstaaten selbst wie auch durch die Bevölkerung der ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Gebiete zu gewährleisten.