Heedewecken - Heißewecken

Heedewecken

Zusammengerührt von Karl-Heinz Böttcher

För twintich Stück bruukst du

600g Mehl
30g Gäss (Hefe)
100 gr. Bodder
70g. Zucker
450ml Melk (för de Gäss)
1 Teelöpel Kardamom und Zimt, half un half
Een Priis Salt.
120gr. Korinthen

Der Erkältung getrotzt

Passend zur Jahreszeit - Fliederbeersuppe mit Klößen

Widerstand wird zur Pflicht

Wenn der kalte Ostwind uns die Temperaturen wieder einmal tiefer empfinden lässt, als sie sind, müssen wir uns ganz schön anstrengen, um mit unseren Abwehrkräften dagegen zu halten. Dazu gibt es einpaar nützliche Faustregeln:

  1. Norddeutsche Touristenweisheit: Nicht das Wetter ist falsch, höchstens die Kleidung!
  2. Omas Ermahnung: Füße warm und trocken halten!
  3. Hals und Brust durch Schals und Tücher schützen!
  4. Die Eitelkeit ggf. über Bord werfen und doch mal eine warme Mütze aufsetzen!

Abenteuer Trümmertorte

Sieht auch noch lecker aus!

TrümmertorteDie hat zum Glück nichts mit den berühmten Trümmerfrauen zu tun, denen übrigens nie genug gedankt werden kann. Sie konnten sich in den mageren Jahren des Wiederaufbaus, als die Deutschen noch eine schlanke Nation waren, eine solche fette Leckerei gar nicht leisten. Schlagsahne war Luxus, Mangelware. Aber mit den Fünfzigern sah es schon wieder besser aus, jedenfalls für die, die ihr Zuhause nicht verloren hatten. Und auf dem Lande, in der Marsch zum Beispiel, wird man wohl immer Sahne, Eier und Früchte genug gehabt haben. Und Mandeln? Das weiß ich nun nicht.

Nun doch noch mal Grünkohlzeit?! (oder: Diu Tôren sprechent: snîâ snî!, Walther v.d. Vogelweide)

Deftiges nach dem Winterspaziergang

Jetzt hat er uns doch noch eingeholt, wo schon die Krokusse an warmen Stellen aufgeblüht waren, von meinen Lieblingen, den tapferen kleinen Winterlingen ganz zu schweigen. Wenigstens kann niemand klagen, wir hätten überhaupt keinen richtigen Winter gehabt! Die Kinder konnten die Schlitten und Schlittschuhe rausholen, Winterspaziergänge am verschneiten Deich mit 1a Sonnenuntergängen waren ein beliebtes Vergnügen, schließlich war es ja trotz allem schon deutlich länger hell und man hatte was vom Nachmittag.

Küchenlust und Gaumenschmaus - der Kürbis

Die Philosophie des Nebels

Hokaidokürbis„Seltsam, im Nebel zu wandern! Einsam ist jeder Busch und Stein, kein Baum sieht den andern, jeder ist allein“ – so lautet die erste Strophe von Hermann Hesses Gedicht Im Nebel. Und schlimmer noch, endet sie mit den Worten: „Leben ist Einsamsein. Kein Mensch kennt den andern, jeder ist allein.“

Huh, das kann unter die Haut gehen, zumal die Worte mir bei dem Wetter der letzten Tage gar nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen. So voller Poesie, muss man sie schön finden. Was die Naturbeobachtung angeht, stimmen sie perfekt. Aber, müssen wir für uns die gleiche melancholische Schlussfolgerung ziehen?

Geschmackssache Sellerie

Kapitel zwei zu Küchenlust und Gaumenschmaus

© kameel - Fotolia.com„Jeder Mensch braucht Sellerie, der Eine spät, der Andre nie!“, hallte mir der markige Ruf eines Husumer Marktbeschickers in den Ohren. Er blieb hängen aufgrund der ihm innewohnenden Wahrheit.

Gestern erfuhr ich allerdings erst die tiefer liegenden Zusammenhänge, nämlich durch den hochgeistigen Vortrag von Prof. Dr. Dieter Mersch, zurzeit Dozent an der Universität von Potsdam. Es ging auf dem Landesfachtag Kunst auf Schloss Gottorf um die Rolle von Kunst als Weltzugang und ihre Nähe zur Philosophie in Gegenüberstellung zu den Naturwissenschaften.

Flammkuchen

Rezepte zum Nachmachen

FlammkuchenKochen macht Spaß und das ist gut so. Wäre eine typische Formulierung der bewegten frühen 70er, meiner Studienzeit. Damals pflegten wir selbstverständlich politisch zu kochen: Solidaritätsessen. Was darunter zu verstehen ist? Nun, das waren leckere Speisen, zum Beispiel Chinesische Gemüse-Rindfleischpfanne, gefüllte Paprikaschoten oder auch mal Couscous mit „Hühnschen“ und Gemüse, wie Ahmed, unser palästinensischer Mitbewohner, es nannte. Alle WGs aus dem bröckeligen Mietshaus in der Herzog-Friedrich-Straße waren eingeladen, für einen kleinen Unkostenbeitrag mit uns zu essen. Was wir übrig hatten, wurde für einen guten, natürlich politisch korrekten Zweck gespendet.