Von den Pflichten

Es wird kommen, wenn viele Menschen aufeinandertreffen, werden Ungeimpfte draußen bleiben müssen. Vielleicht können sie durch einen Test, den sie dann wohl selber zahlen müssen, Einlass erlangen.

So etwas kommt in unserer Konsum- und Schlaraffenlandwelt ganz schlecht an. Wir fordern überall unsere Rechte ein, Pflichten sind eher lästig. Es wird die Freiheit eingefordert, ungeimpft, unmaskiert und ungetestet feiern zu gehen. Jetzt könnte man argumentieren, dass Ungeimpfte dann eben andere Ungeimpfte anstecken – selber schuld. Was ist aber mit dem Schutz derer, die nicht geimpft werden können? Klar, die können ja zu Hause bleiben. Schließlich ist die Zahl der Impfverweigerer größer als die Zahl der z.B. Vorerkrankten.

Zur Zeit verunstalten wir unsere deutsche Sprache mit geschriebenen Sternchen, die als so eine Art Hickslaute ausgesprochen werden. Das tun wir, weil es nicht nur zwei Geschlechter, nämlich weiblich und männlich gibt, sondern ein drittes Geschlecht, genannt divers. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland schreibt, dass  Stand September 2020 knapp 400 Menschen den Geschlechtseintrag „divers“ wählten oder offen ließen.

Daraus könnte man doch schließen, dass in Deutschland die Minderheitenrechte besonders ernst genommen werden.

Andererseits ist Wahlkampf. Ob allerdings kostenlose Bratwürste für Impfunwillige das Problem lösen werden…? Unsere Politikenden sind leider erschreckend unkreativ.

PS. Ich empfinde übrigens die Helmpflicht für Motorradenden immer noch als unerträglichen Einschnitt in meine persönlichen Freiheitsrechte.

PS 2. Motorradfahrerinnen und Politikerinnen darf es eigentlich auch nicht geben, da ist dem Fahrer oder Politiker ein „in“ für die weibliche Form angehängt worden. Damit ist die „in“ nur ein Anhängsel vom „er“. So wie früher die Müllerin auch nicht den Beruf des Müllers hatte, sie war schlicht die Frau des Müllers – sein Anhängsel also. Und die Politikenden sind in der Regel nicht einmal miteinander verheiratet.